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Der Wegbereiter der schwarzen Kunst |
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Johannes Gutenberg
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Gutenbergs Erfindung
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Die 42-zeilige Gutenberg-Bibel
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Johannes Gensfleisch wird um 1400 in Mainz im
Hof zu Gutenberg geboren. Er nennt sich wegen seines Geburtsortes später
Johannes Gutenberg. Gutenberg verlässt Mainz, wegen Streitigkeiten
zwischen Zünften und den regierenden Aristokraten. Er lässt
sich in Strassburg nieder und arbeitet als Goldschmiedemeister, seinem
erlernten Beruf. Vor allem aber beschäftigt er sich mit der Erfindung
des Mobilletterndruckes. Ab 1448 lebt Gutenberg wieder in Mainz. Der
Advokat Johannes Fust leiht ihm mehr als 1600 Gulden und beteiligt sich
als Teilhaber am Aufbau einer Druckerwerkstatt. Zwischen 1452 - 1455 werden
180 42-zeilige Bibeln in lateinischer Sprache gedruckt. 1455 verliert
Gutenberg in einem Prozess den gesamten Bibeldruck sowie die Druckerwerkstatt
an Johannes Fust. 1462 kommt es zum Bürgerkrieg in Mainz.
Gutenberg verlässt die Stadt zum zweiten Mal. Der neue Kurfürst
von Mainz Graf Adolf von Nassau ernennt ihn 1465, in Anbetracht seiner
Erfindung, zum Hofmann und sichert ihm damit eine kleine Altersrente zu.
Am 3. Februar 1468 stirbt Johannes Gutenberg in Mainz. |
Grundgedanke der Erfindung Gutenbergs war die
Zerlegung des Textes in alle seine Einzelemente. Diese konnten dann als
seitenverkehrte Lettern in beliebiger Anzahl gegossen und schliesslich
zu Wörtern, Zeilen, Kolumnen und Seiten wieder zusammengefügt
werden. Die Herstellung der Lettern Der Schriftengiesser schneidet in die Stirnseite
eines Stahlstifts das gewünschte Zeichen als seitenverkehrtes Relief.
Diese Patrize oder Punze wird in einen rechteckigen Kupferblock geschlagen.
So entsteht die Matrize. Das Handgiessinstrument dient zur Herstellung
der Mobillettern. Zwei Teile umschliessen einen rechteckigen Giesskanal.
Durch das Einsetzen der Matrize wird die untere Öffnung geschlossen.
Eine Legierung aus Blei, Zinn, Antimon und Wismuth wird in den Giesskanal
eingefüllt. Die so gegossenen Lettern werden in einen Setzkasten
eingeordnet. Im Winkelhaken vereinigt der Schriftsetzer die Buchstaben
zur Zeile. Zeile für Zeile wird auf einem umränderten Brett,
dem sogenannten Schiff abgestellt, so dass sich Kolumnen ergeben, die
dann zur Seite zusammengefügt werden. Die Druckerpresse und die Druckerschwärze Die seit Jahrhunderten bekannte Traubenpresse
wurde von Gutenberg zur Druckerpresse umfunktioniert. Er verkeilte eine
fertig gesetzte Seite als Druckplatte auf dem Drucktisch. Mit einem lederüberzogenen
Druckerballen wurde die Druckerschwärze, hergestellt aus Russ und
Firnis, auf die Druckerplatte aufgetragen. Mit dem Drucktiegel presste
er dann das eingespannte feuchte Papier auf den eingefärbten Satz.
Zum Trocknen wurden die bedruckten Bogen über eine Leine gelegt.
Gedruckt wurde auf Hadern (Papier hergestellt
aus alten Lumpen) oder auf Pergament (Kalbshäute). Die Herstellung
war ein umständlicher Vorgang. Beide Materialien waren sehr teuer.
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Als Krönung von Gutenbergs Druckkunst gilt
die 42-zeilige Bibel. Zwischen 1452 bis 1455 druckte Gutenberg mit Hilfe
von etwa 20 Mitarbeitern das zweibändige Werk mit insgesamt 1282
Seiten, in einer geschätzten Auflage von 180 Stück, davon 30
auf Pergament und 150 auf Hadern. Heute existieren noch 49 Exemplare.
Das Gutenbergsche Schriftsystem Für jede Seite benötigte Gutenberg
rund 3700 Metaltypen, Majuskeln (Grossbuchstaben) und Minuskeln (Kleinbuchstaben).
Mit Abkürzungen (Ligaturen) war es ihm möglich, alle Zeilen
gleich lang zu machen. Als Schriftform wurde die Textur (lat. Textura
= Gewebe) entwickelt. Buchmaler zeichneten später die Zählung
der Kapitel, die Überschriften jeder Ruprik, jeden einzelnen Abschnitt
und die Satzanfänge mit roter Farbe aus. Nach Wunsch des Auftraggebers
verzierten sie die Seiten mit farbigen, kunstvollen Initialen, Zeichen
und Ornamente. Bethold Ruppel, ein Gehilfe Gutenbergs, liess
sich 1460 in Basel nieder. Es wird angenommen, dass bereits 1463 in Basel
mit beweglichen Lettern gedruckt werden konnte. Zwischen 1470 und 1480
existieren in Basel 26 Druckereien. Berühmte Drucker waren Bernhard
Richel, Adam Petri und Johannes Froben. Das älteste in der Schweiz
gedruckte Buch wurde 1470 im Chorherrenstift von Beromünster unter
der Leitung von Helye von Laufen an der Birs gedruckt. Es war das Anliegen der Reformatoren, die Bibel
in die Sprachen der Menschen zu übersetzen. Im September 1522 erschien
in Wittenberg das durch Dr. Martin Luther übersetzte Neue Testament.
Ein Nachdruck war bereits drei Monate später, gedruckt bei Adam Petri,
in Basel erhältlich. Die erste vollständig aus den Ursprachen
in die deutsche Sprache übersetzte Bibel erschien 1531 in Zürich,
übersetzt durch Huldrich Zwingli und seine Helfer, gedruckt bei Froschauer
in Zürich. Wagen Sie den Schritt in die Öffentlichkeit. Gestalten Sie einen Stand an einer Gewerbemesse oder an einem Tag der offenen Tür: Garantiert ziehen sie zusammen mit der nachgebauten Gutenbergpresse die Aufmerksamkeit auf sich. |
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